PASSIVHAUS versus NIEDRIGENERGIEHAUS

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Architektur und Nachhaltigkeit

Der Anteil des Gesamtenergieverbrauches im Sektor Wohnen/Gebäude ermöglicht am Sektor Bauen/Wohnen/Gebäudewirtschaft ein enormes volkswirtschaftliches Energieeinsparungspotential.

Wohnen / Gebäude      42%
Industrie                      32%
Verkehr                       26%

Bei der Realisierung von Passivhäusern ist die Umwelt die Gewinnerin neben den Bauherren und der Wirtschaft.

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das hohen Wohnkomfort und Behaglichkeit mit extrem niedrigen Energiekosten und einem sorgsamen Umgang mit unserer Umwelt verbindet. Dieses Ziel wird erreicht, indem in Planung und Ausführung auf ein besonders hohes Qualitätsniveau wertgelegt wird. Das heißt, bei einem Passivhaus gelten dieselben technischen und physikalischen Grundgesetze wie für jedes andere Gebäude auch – die Lösungen werden aber wesentlich hochwertiger ausgeführt.

Ein Passivhaus verbraucht im Schnitt 90 Prozent weniger Heizwärme als ein Haus im Bestand. Und selbst im Vergleich zu einem durchschnittlichen Neubau wird mehr als 75% eingespart. Der Heizenergieverbrauch eines Passivhauses liegt mit 1,5 l-Heizölgleichwert je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr im Schnitt um ein Vielfaches unter dem eines Niedrigenergiehauses.

Daher definiert das Passivhaus auch einen Gebäudestandard und kann in verschiedensten Bauweisen (Massiv-, Leicht- oder Mischbauweise), mit allen Materialien (Holz, Lehm, Ziegel, Beton, Glas, Stahl, etc.) und je nach Geschmack gestaltet werden. Damit bietet das Passivhaus jedem Bauherrn und Planer große Freiheiten.

Ein gutes Niedrigenergiehaus steht aus ökologischer Sicht kaum dem Passivhaus nach. Jedoch gibt es doch einige Unterschiede in der Konzeption des Gebäudes. Hierbei ist die Außenhülle nicht ganz so leistungsfähig wie beim Passivhaus. Ein weiteres Merkmal ist der Entfall der Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und einiges mehr…